Buchtipp

Herrschende Frauen

Äbtissinnen und monastische Macht im mittelalterlichen Europa
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Quelle
Beschriftung
Publiziert 31.10.2024

Das Leben in mittelalterlichen Frauen­klöstern war vielschichtig und bot aus heutiger Sicht manch Überraschendes. So wurde in Klöstern nicht nur gebetet, sondern auch studiert und gelehrt. Frauenklöster waren das ganze Mittelalter hindurch Orte hoher Bildung – die Nonnen kopierten Bücher, verfassten selbst welche, und Klosterschülerinnen erhielten im Kloster eine fundierte Ausbildung.

Auch war ein Kloster immer Ort der Wirtschaft. Die Institution besass Tiere, Felder und Mühlen. Die Erträge dieser und anderer Besitztümer ernährte die Gemeinschaft und sie mussten gut verwaltet werden – ohne BWL ging also schon im Mittelalter nichts. Die Äbtissinnen an der Spitze der Klöster herrschten über Menschen, sie sprachen Recht, erhoben Steuern und setzten Priester ein. Sie waren mitunter mächtige Politikerinnen, die, wie die Äbtissin des Zürcher Fraumünsters, nicht nur ihre Abtei, sondern gleich eine ganze Stadt regierten. 

Die Web­seite lädt dazu ein, diese und andere Facetten des Klosterlebens zu ent­decken. Herausgeberinnen und verantwortlich für den Inhalt: Dr. Annalena Müller und Dr. Agnes Schormann.

aus 2024/3 «Kloster»