Amani Abuzahra, Mehr Kopf als Tuch. Muslimische Frauen am Wort. Tyrolia Verlag, 3. erweiterte Auflage, Innsbruck 2022, 168 S.
Wie junge Musliminnen in Österreich, Deutschland und der Schweiz ihre Umwelt erleben. Zahlreiche Bücher werden über muslimische Frauen verfasst, wenige von ihnen. Hier schreiben nun Musliminnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz über Themen, die sie beschäftigen. Was fühlen, fürchten oder erhoffen sie? Welche Erwartungen haben sie an sich selbst, welche an die Gesellschaft? Was sind ihre Vorstellungen von einem guten Leben? 14 muslimische Frauen teilen eindrücklich ihre Sichtweisen und Erfahrungen zu Heimat und Karriere, Spiritualität, Kunst, Sexualität, zu Alltagsrassismus und Diskriminierung, aber auch zu Vielfalt und Integration. Sie gewähren Einblicke in die Lebenswelten engagierter Musliminnen und geben kritische weibliche Töne der muslimischen Community weiter. So macht dieses Buch die Vielfalt der muslimischen Frauen sichtbar und will einen Beitrag leisten zum Dialog und zur versachlichten Diskussion in einem emotionsgeladenen Diskurs um das Thema Islam. In der dritten, erweiterten Auflage schreiben neu Menerva Hammad über Feminismus und Sexualität, Munira Mohamud über Anti-Schwarzen-Rassismus in muslimischen Communitys, und es ist mit einem Beitrag zu Hautfarben von Fatima Moumouni auch die deutschsprachige Schweiz vertreten. Darin: Dudu Küçükgöl, Brauchen wir einen muslimischen Feminismus?, S. 81– 102 (erwähnt im Artikel von Amani Abuzahra in diesem Heft).