Ausgabe 2020/1

Editorial | Klima


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© Susanne Schneeberger Geisler; Moni Egger
Text: Béatrice Bowald / 22.04.2025

Was tun angesichts des Klimawandels? Die Fakten sind auf dem Tisch, Handeln ist angesagt. Doch dieses lässt auf sich warten. Politiker*innen können sich nicht auf substanzielle Ziele einigen und grundlegende Verhaltensänderungen sind nicht in Sicht.

Junge Menschen wehren sich an den Fridays for Future dagegen. Was haben Theologie und Kirchen angesichts der beklemmenden Szenarien beizutragen? Ihre Stimmen fehlen bzw. finden noch zu wenig Gehör. So haben wir für einmal ein Heft konzipiert, das allein theologischen Ansätzen das Wort gibt.

Der Klimawandel rührt an grundlegende Fragen. Welche Deutungsmöglichkeiten gibt es aus jüdisch-christlicher Sicht? Sehen Menschen nun der gerechten Strafe Gottes entgegen für ihren unsorgfältigen und verschwenderischen Umgang mit der Schöpfung? Bekommen apokalyptische Untergangsszenarien Recht, wo am Ende nichts als Verwüstung ist? Bleibt also nur Fatalismus? Doch ist das die einzige Deutung, und würde diese Gott gerecht?

Gottes gute Schöpfung ist wegen den Menschen arg am Schwitzen und Leiden. Diese haben bei der treuhänderischen Verwaltung kläglich versagt. Wie aber aus diesem Schlamassel herauskommen? In den Beiträgen dieser FAMA finden sich ganz unterschiedliche Spuren: Anknüpfend an den Exodus von damals, den Auszug aus der gewohnten Bequemlichkeit wagen, auf Gottes Zusage «ich will euch Zukunft und Hoffnung geben» (Jeremia 29,11) bauen und unbeirrt nach Lösungswegen suchen, oder sich von Gottes verwandelndem Schweigen mitnehmen lassen und daraus handeln.

Passend zum Thema rezyklieren wir Bilder – aus dem reichen Archiv für die FAMA 3/2008 zum Thema Wechseljahre. Die Fotos von einem Autofriedhof sind nun Sinnbild für das, was ansteht. Das kann durchaus ein wenig gespenstisch anmuten, aber mit Blick auf die Pflanzen, die sich ihren Weg bahnen, auch Zeichen des Widerstands und der Hoffnung sein.

Wir wünschen eine anregende Lektüre, die das eigene Nachdenken weiterbringt und vielleicht sogar zu persönlichem Handeln ermutigt.